Tipps für OnPage SEO

Ich hab neulich einen Post im SEOmoz-Blog gelesen, in dem es um OnPage SEO geht. Ich möchte das hier für euch mal kurz zusammen fassen und mit meinen Erfahrungen ergänzen.

Vorab: mit einer guten OnPage-Optimierung kann man auf jeden Fall schon mal eine gute Grundlage schaffen. Ich höre öfter mal von Leuten, die gerade neu ins SEO einsteigen, dass OnPage oder OnSite nicht wichtig sind, Hauptsache man hat genug Backlinks. Dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Klar, sind Backlinks wichtig! Aber ich ranke auch mit Seiten in den Top 2, die super OnPage optimiert sind und nicht Hundertausende Backlinks haben – und das nicht im Longtail! Vielleicht bin ich auch einfach nur zu korrekt, dass ich eine Seite einfach nie OnPage liegen lassen würde und einfach nur auf Links setze. Ich bin der Meinung, dass eine gute und saubere OnPage-Optimierung einfach dazu gehört und außerdem das Ranking positiv beeinflusst. Und ich achte bei meinen Backlinks auch immer darauf, dass diese gut optimiert sind. Was bringen mir tausende von Backlinks mit einem uneffizienten Anchortext und Link. Dazu werde ich aber demnächst mal gesondert einen Beitrag hier schreiben.

Zurück zum OnPage SEO. Hier die Tipps von Dr. Pete:

1. Duplicate Content vermeiden
Damit meint Pete, dass jede Seite der gesamten Website unique Content enthalten sollte. Da stimme ich total zu, denn Google sieht eine Seite, die ähnlichen oder gleichen Inhalt hat aber eine andere URL, als eine neue, eigene Seite. Beispiel:

www.kathrinsiemokat.de/seite-1-doppelter-inhalt.htm und www.kathrinsiemokat.de/seite-2-doppelter-inhalt.htm haben beide den gleichen oder verdammt ähnlichen Content. Beide Seiten haben Backlinks, ich will aber nicht, dass beide indexiert oder womöglich von Google noch als Duplicate Content erkannt werden und sich das negativ auf meine Website auswirkt. Durch das Canoncial Tag kann ich Google sagen, welche der Seiten die Standardseite für diesen Inhalt sein soll. Zudem kann ich die Linkpower von der einen auf die andere Seite weitergeben. Wenn ich also will, dass die Seite 1 die Standardseite dafür ist, pack ich auf Seite 2 in den Header einfach diesen Befehl:

<link rel=”canonical” href=”http://www.kathrinsiemokat.de/seite-1-doppelter-inhalt“>

Oder ich setze bei komplett identischem Inhalt eine 301-Weiterleitung von Seite 2 auf Seite 1.

2. Unterschiedliche Seitentitel und Descriptions
Auf jeden Fall wichtig! Ich weiß, es kann müßig sein, sich für jede einzelne Seite eigene, einzigartige Title und Descriptions auszudenken. Dennoch macht es durchaus Sinn. Schließlich soll es doch bei jeder einzelnen Seite um ein bestimmtes Thema gehen, daher braucht Jede auch einen passenden Titel und Description.

3. Kurze Titel
Ist auch nichts neues, wird aber öfter mal vergessen: Google kann nur eine bestimmte Zeichenanzahl im Titel abbilden. Deshalb sollte der Titel nicht nur das für die Seite wichtige Keyword enthalten, sondern auch kurz und passend sein. Der Title ist das, was ein User als erstes sieht und kann schon entscheidend sein, ob er/sie klickt. Wenn die Description darunter auch noch passt – perfekt. Übrigens: Man sollte Titel und Description nicht nur schreiben, damit die User klicken. Sie sollten auch das widerspiegeln, was man auf der Seite findet. Eine gute CTR (Click-Through-Rate) ist wichtig und kann das Ranking positiv beeinflussen, aber die Bouncerate sollte man auch nicht außer Acht lassen ;-)

4. Intern richtig verlinken
Die Startseite hat meist die größte Linkpower, weil die Mehrheit der Backlinkgeber auf die Homepage verlinkt. Und um diese Power, auch Link Juice genannt, vernünftig und gut auf die Unterseiten zu verteilen, macht es Sinn, bestimmte Unterseiten direkt von der Startseite aus zu verlinken bzw. von der Seite der Website, die die größte Linkpower hat. Aber vorischt, verlinkt nicht alles von der Homepage, sonst geht der ganze Saft verloren. Der Linktext (Anchortext) spielt auch eine Rolle, dieser sollte variieren, alles andere wirkt spammy.

Ich möchte diese Punkte gerne noch um 5 Weitere ergänzen:

1. Site Speed. Die Ladegeschwindigkeit einer Website ist für Google wichtig. Deshalb schaut, dass eure Seite schnell lädt, vermeidet zu große Dateien, die ein schnelles Laden verhindern. Mehr dazu unter: SEO Strategie 2011, 1. Ladezeit der Website

2. Social Media. Auf der SMX im April war ganz klar die Message, dass Social Links ein wichtiger Rankingfaktor sind. Je öfter eine Seite über Facebook geshared, geliked oder per Twitter getweetet wurde, desto besser. Schaut also, dass ihr die entsprechenden Buttons auf jeder Seite einbindet und es euren Usern ermöglicht, diese schnell und unkompliziert zu verbreiten.

3. Die gute h1. Ich hatte mich auf der SMX mit Rand über dieses Thema unterhalten. Er sagte, ob das Keyword in der h1 steckt oder nicht, beeinflusst nicht das Ranking. Ich sehe das anders. Ich hab das zwar nur in DE getestet und Rand sitzt in den USA, aber meinen Tests nach hat es einen positiven Einfluss. Voraussgesetzt, der Inhalt der Page dreht sich um das Keyword oder die Thematik dazu.

4. Weitere Attribute. Wenn ihr z. B. Bilder auf der Page habt, schreibt das Keyword auch in das alt-Attribut (hier fett): <img src=”http://www.kathrinsiemokat.de/bilder/onpage-seo.jpg” alt=”onpage seo infografik” />

5. Backlinks. Ich hab zu Beginn geschrieben, dass mir die Qualität hier sehr wichtig ist. Wenn diese natürlich wachsen und dazu richtig aufgebaut sind – perfekt und ein guter Push für die Page.

Meine Empfehlung zum Schluss: konzentriert euch nicht nur auf Backlinks. Sauberes OnPage SEO ist gut für Google, benutzerfreundlich für eure User und lässt eine Seite einfach sauber aussehen. Es kann nie falsch sein, alles richtig zu machen :-)

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Oder hinterlasse mir einen Blogkommentar:

  1. #1 von SEO-Ronnie am 26. April 2011 - 16:59

    Eine tolle Zusammenfassung! Danke!
    Ich teile auch deine Meinung, dass man durch OnPage Maßnahmen schon eine sehr gute Basis legen kann. Wenn dann noch ein vernünftiges Linkbuilding hinzu kommt, sollte die Arbeit schon bald Früchte tragen.

  2. #2 von Kathrin am 26. April 2011 - 17:07

    Hi,

    absolut. Ich bevorzuge immer den Mix aus On- und OffPage.

    Viele Grüße
    Kathrin

  3. #3 von Tom am 27. April 2011 - 11:31

    Social Media & Backlinks sind wohl eher OffPage-Faktoren

  4. #4 von Kathrin am 27. April 2011 - 11:50

    Hi Tom,

    auf der einen Seite schon. Meiner Meinung nach ist Social Media aber beides. Klar passiert die Verbreitung der Inhalte OffSite oder OffPage, aber es gibt die Social-Elemente, die du OnPage einbindest, den Content, der OnPage ist und dann OffPage über Social Media-Kanäle verbreitet wird. Und genau dies misst Google auch: die Likes, Shares und Tweets.

    Backlinks sind OffSite, hast du völlig Recht. Wobei die Links der Seiten untereinander wieder OnSite sind. Hier gibt es auf jeden Fall auch viele Hebel, die Linkpower von Pages untereinander richtig zu nutzen und zu verteilen. In diesem Fall meinte ich jedoch, eine Page richtig zu pushen, in dem man sie mit einem Mix aus On- und OffPage stützt ;-)

  5. #5 von Intensivpflege am 29. April 2011 - 13:35

    Vielen Dank für die Zusammenfassung. Offpage-Optimierung kann jeder SEO durchführen. I.d.R. setzt man seine Links in die 0 8 15 Webkataloge sowie DoFollow SB-Dienste. Entschiedend ist aber die OnPage-Optimierung. Wer da seine Hausaufgaben richtig macht, sollte in den SERPs grundsätzlich besser positioniert sein.

    Ich möchte noch anmerken, dass der Autor den Punkt mit Facebook besonders hervorheben sollte. Nach meinen Tests, gibt es bei einigen 1000 Likes einen enormen Ranking-Boost.

  6. #6 von Nadine am 23. Mai 2011 - 21:01

    Ich bevorzuge immer den Mix aus On- und OffPage.
    Steh wohl nicht alleine :)

  7. #7 von Kathrin am 23. Mai 2011 - 21:18

    Auf keinen Fall, der Mix aus beiden ist die beste Lösung ;-)

  8. #8 von Klaus am 19. Juni 2011 - 14:27

    Hallo Kathrin,
    den Artikel kann man sich so ausdrucken und in die Mappe heften. Da ist fast alles drin.

    Ein paar Tricks gibt es natürlich noch, aber es soll ja auch nicht alles verraten werden ;-)

  9. #9 von Kathrin am 20. Juni 2011 - 20:54

    Hi Klaus,

    vielen Dank, das freut mich.

    Ja, ein paar Tricks und Geheimnisse gibt es auf jeden Fall, aber die behalten wir mal für uns :-)

  10. #10 von Sandra am 27. Juli 2011 - 15:24

    Für den Hobby SEO steht alles Wichtige im Beitrag. Wirklich sauber erklärt ;-) Hervorzuheben ist definitv der SMO Part. In diversen Foren wurde ausgiebig über diesen Faktor diskutiert. Wenn man´s richtig macht, genießt man auch einen großen Google Domain Trust. Also ran an die Arbeit und sich an eine gesunde Mixtur halten und vor allem dem Thema SMO gleichermaßen widmen.

  11. #11 von Gefällt mir am 3. Februar 2012 - 04:09

    Eine schöne zusammenfassung ist das und sehr interessant für alle Anfänger die gerade angefangen haben mich mit SEO zu beschäftigen. =)

(wird nicht veröffentlicht)