Online Marketing Trends 2010 (Teil 3/5): Applikationen und Widgets/Gadgets

Im Jahr 2005 kamen sie das erste Mal auf den Markt: Widgets. Diese kleinen Helferlein wurden von Apple für das Betriebssystem Tiger (OS x10.4) entwickelt, um dem Nutzer die Arbeit mit dem Mac zu erleichtern. 2 Jahre später hat auch Microsoft diese kleinen Anwendungen in Vista integriert und sie Gadgets genannt. Widgets und Gadgets sind also im Prinzip das Gleiche. Das Gute dieser Anwendungen ist, dass sie wenig Speicherplatz brauchen, Informationen komprimieren können und der Nutzer sie nach seinem Belieben personalisieren kann. Mittlerweile sind sie bereits auf jedem neuen Computer installiert.

Seit es das iPhone gibt, sind auch die Apps auf dem Markt. Diese sind sozusagen die Widgets für Handys. Denn Apps sehen meistens aus wie Widgets und funktionieren auch nach dem gleichen Prinzip: Informationen werden komprimiert, grafisch aufbereitet und in einer kleinen Applikation (App) angezeigt.

Meines Wissens bietet Apple derzeit 3.767 Widgets auf dem Mac und knapp 100.000 Apps für das iPhone an, 2010 sollen es sogar 300.000 werden. Bei Microsoft gibt’s 746 Gadgets und bei Google um die 2.000. Das zeigt, wie beliebt diese Minianwendungen sind. Egal ob Wetter, Nachrichten, Fahrpläne, Spiele oder Social Networks – es gibt mittlerweile für fast alles eine Anwendung und viele sind für den Nutzer kostenlos; genau das macht sie so beliebt. Man kann sich also das rauspicken, was einen interessiert und muss nicht mehr einen komplettes Programm mit vielen verschiedenen Anwendungen installieren, von denen man eh nur die Hälfte interessant findet.

Und das wird der Grund sein, warum Unternehmen, die mit der Zeit gehen, 2010 Widgets, Gadgets und Apps in ihr Marketing mit einbinden. Wie das? Ganz einfach: zum einen können sie mit Apps Geld verdienen und zum anderen mit einem überschaubarem Entwicklungsaufwand auf die Handys, Laptops und Computer der Nutzer platziert sein, in dem diese die Anwendung des Unternehmens bei sich downloaden. Aus Marketingsicht ist das optimal, denn eine gute Applikation fördert unterbewusst die Markenwahrnehmung, weil der Nutzer sie regelmäßig vor Augen hat, und das Image des Unternehmens (wobei eine miserable Anwendung das Gegenteil bewirken kann).

Und selbst wenn eine App etwas kostet… who cares! Wenn sie gut ist und viele positive Bewertungen von anderen Nutzern hat, ist man auch bereit etwas dafür zu zahlen. Spannend wird es dann, wenn Unternehmen App und Widget als Package anbieten, so dass ich als Nutzer 1x die Anwendung auf meinem Handy (App) und 1x auf meinem Computer (Widget/Gadget ) nutzen kann. Ich denke, wir dürfen gespannt sein :-)

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