Im Mai diesen Jahres hat Google bereits die Core Web Vitals Funktion in der Search Console eingeführt. Diese soll Webmastern helfen, ihre Website für ein gutes Surferlebnis (User Experience) zu optimieren und zeigt aktuelle Schwachstellen der Seite auf. Die User Experience umfasst mehrere Bereiche und hängt auch von der Website und dem angebotenen Inhalt hab. Es gibt aber auch Bereiche, die alle Webseiten betreffen, diese nennt Google Core Web Vitals. Dazu gehören die Ladezeit, Responsive Design, HTTPS, Interaktivität und eine sogenannte visuelle Stabilität der Seite. Google misst diese in 3 Metriken:

  1. Ladezeit: LCP (Largest Contentful Paint)
    Hier wird die wahrgenommene Ladegeschwindigkeit gemssen und der Punkt in der Seitenladezeitleiste markiert, an dem der Hauptinhalt der Seite wahrscheinlich geladen wurde.
  2. Interaktivität: FID (First Input Delay)
    Diese Metrik misst inwieweit eine Seite responsive ist und quantifiziert die Erfahrung, die User machen oder empfinden können, wenn sie das erste Mal mit der Seite interagieren.
  3. Stabilität der Seite: CLS (Cumulative Layout Shift)
    Misst inwieweit das Webdesign und visuelle Inhalte stabil auf den Endgeärten funktionieren und berechnet das Ausmaß an unerwarteter Layoutverschiebung des sichtbaren Seiteninhalts auf verschiedenen Gerätegrößen (Mobile, Tablet, Computer).

Alle 3 Metriken erfassen wichtige benutzerzentrierte Ergebnisse, sind pro Seitenbereich direkt messbar und bilden für das Tool unterstützende Äquivalente in der Diagnose.

Artikelupdate vom 13.11.20:
Das Update soll nun im Mai 2021 kommen. Google will darüber hinaus in den Suchergebnissen die Seiten besonders hervorheben, die Usern lt. Google-Messung eine hervorragende Page Experience bieten. Google hat derartige Markierungen in den Suchergebenissen bereits gesetzt wie das Hervorheben von AMP-Seiten, mobilfreundlichen Seiten oder auch dem roten „Slow“ Label für Seiten mit langer Ladezeit.

Google schrieb dazu: „Wir glauben, dass die Bereitstellung von Informationen über die Qualität der Seite für User hilfreich sein kann, wenn sie auf ein Suchergebnis klicken wollen. Solche Labels helfen den Usern schon vor dem Klick, die mögliche Surferfahrung der Seite einschätzen zu können.“ Google will das Labeling bereits vor Mai in den Suchergebnissen testen und wenn es sich als nüztlich erweist, mit dem Update im Mai launchen. Es kann also sein, dass wir hin und wieder so eine Markierung sehen werden.

What’s next?

Da es noch 6 Monate sind, bis das Update kommt, haben Webseitenbetreiber*innen genug Zeit Ihre Page Experience zu optimieren. Der Core Web Vitals-Bericht in der Search Console ist ein gutes Tool, um sich ein Bild von der Leistung der eigenen Website zu machen.

AMP wird nicht mehr benötigt, damit Artikel oder Seiten im Top Stories-Karussell auf Mobilgeräten angezeigt werden. Google wird AMP-Seiten jedoch weiterhin unterstützen und nennt es „eine der einfachsten und kostengünstigsten Möglichkeiten für Webmaster, um großartige Page Experience Resultate zu erzielen.“ Wenn Webmaster eine AMP-Version ihrer Inhalte veröffentlicht haben, wird Google, wie auch jetzt schon, auf die Cache-optimierte AMP-Version verlinken, so dass Usern der entsprechende Inhalt angezeigt wird.

Wie stark das Update einen Einfluss auf die Rankigs haben wird, ist noch nicht klar, weil viele der Page Experience-Signale bereits in die Suchalgorithmen von Google einfließen und SEOs bereits darauf optimieren. Für Unternehmen, die dem noch nicht so viel Aufmerksamkeit gegeben haben, ist jetzt der Zeitpunkt aktiv zu werden und die kommenden Monate dafür zu nutzen.

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