Mobile SEO – Meine Gedanken dazu

Über Mobile Marketing wird ja schon seit Jahren geredet, aber so richtig relevant ist es wirklich seit dem iPhone geworden. Seitdem gibt es viele tolle neue Möglichkeiten für uns wie z. B. relativ kostengünstige Datentarife der Netzbetreiber, Smartphones, Apps, immer und überall online sein und jederzeit und überall Informationen abrufen und austauschen.

Aus Marketingsicht betrachtet kann man hier weitere Felder erschließen und beispielsweise Werbeflächen in Apps buchen oder auf Webseiten, die für Handys angepasst sind. Aber auch auf der eigenen mobilen Website Werbefläche anbieten und Geld verdienen.

Und was hat das jetzt mit Suchmaschinenoptimierung zu tun? Das hatte ich mich auch gefragt. Denn in erster Linie optimiert man seine Website optisch für Smartphones. Es ist wichtig, dass diese gut lesbar auf Handys angezeigt wird. Aber ist es das wirklich? Schließlich kann man beim iPhone und Anderen rein- und rauszoomen! Ich denke, das ist eine Frage der Benutzerfreundlichkeit. Sicher kann ich mit meinem iPhone eine Website größer ziehen, aber so sehe ich immer nur den Teil, den ich vergrößert habe. Will ich den Rest sehen, muss ich wieder hin und her schieben. Ich persönlich finde es sehr angenehm, wenn eine Website für Handydisplays aufbereitet ist.

Hier knüpft dann auch Mobile SEO an. Eine mobile Website hat weniger verfügbare Fläche und enthält dadurch auch weniger Text und Grafiken. Die Website muss übersichtlich, klar aufgebaut und für den Handyuser leicht bedienbar sein. Eine umfangreiche Navigation und vielleicht noch mit Sub-Menu ist hier einfach fehl am Platz. Der Aufbau sollte klar, übersichtlich, einfach und trotzdem informativ sein. Man muss sich also vorher genau überlegen wie der Content aufgebaut und strukturiert, welche Grafik in welcher Auflösung eingebaut wird und welche Keywords integriert werden sollen – quasi wie im SEO nur kompakter.

User, die mit dem Handy im Web surfen, wollen sich zu allererst informieren. Es geht nicht darum, ein tolles Surferlebnis zu haben, sondern Infos zu bekommen. Der Inhalt der Website muss diesen Bedarf decken und dazu gut in Googles mobile Index ranken. Deshalb sollte der Text der Website nicht ewig lang sein, aber trotzdem keine Fragen offenen lassen. Er sollte das jeweilige Keyword enthalten und dem User die Antwort geben, die er sucht. Wichtig ist auch die Ladezeit. Wer mit dem Handy ins Internet geht, will schnell Infos. Eine Seite, die viele Sekunden braucht um zu laden, hat schon verloren. Daher ist es sinnvoll, die Webseite auch in xhtml mp (= mobile profile) oder anderen Programmiersprachen für mobile Endgeräte zu programmieren. Bei W3C gibt es dazu detailliertere Infos zum Thema xhtml for mobile.

Damit die mobile-Website auch in Googles mobile-Index erscheint, ist es hilfreich eine mobile-Sitemap zu erstellen (soviel “mobile” in einem Satz, puh). Das kann z. B. so aussehen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?> <urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
xmlns:mobile="http://www.google.com/schemas/sitemap-mobile/1.0">
  <url>     <loc>ttp://www.kathrinsiemokat.de/m/homepage.html</loc>     <mobile:mobile/>   </url>
</urlset>

Diese auf den Server packen und in den Webmaster Tools hochladen – fertig. Damit Google mit seinem Mobile-Bot die Site crawlen kann, kann man eine robots.txt anlegen und für diesen freigeben. Weitere Infos dazu findet ihr unter Richtlinien für Webmaster mobiler Websites.

Ein weiterer interessanter Punkt ist, wo lagere ich meine mobile-Website aus und wie benenne ich sie? Es gibt da verschiedene Möglichkeiten wie mobile.kathrinsiemokat.de oder kathrinsiemokat.de/mobile oder kathrinsiemokat.mobi usw. Ad hoc würde ich sagen, um den Trust der „normalen“ Website auf die Mobile weiterzugeben, ist z. B. die Variante kathrinsiemokat.de/mobile eine gute Möglichkeit. Google selbst macht es so: google.de/m.

Gerade auch lokalen Anbietern möchte ich ans Herz legen für Google Maps bzw. Places zu optimieren. Denn in den mobile-Suchergebnissen werden wie bei der normalen Auflösung lokale Suchergebnisse angezeigt. Wer hier für seinen Ort mit dabei ist und auch lokales SEO betreibt, kann guten Traffic auf seine Seite kriegen. Stellt euch vor, ihr sucht mit eurem Handy bei Google irgendein Restaurant oder Unternehmen. Ihr googelt nach „Thailänder München“ oder „Augenartz Berlin“. In den Suchergebnissen erscheinen die Ergebnisse aus Google Places:

bild suchergebnisse mobile seo local seo

Screenshot vom iPhone

Ihr klickt auf ein Ergebnis und landet auf einer mobile-optimierten Website. Ihr findet euch super zurecht und reserviert in wenigen Minuten online gleich einen Tisch oder findet schnell die Kotaktdaten und macht einen Termin aus. Kein hin und her zoomen, kein suchen auf der Website, alles geht schnell und simpel. Perfekt oder? ;-)

Und ganz wichtig: tracken! Ich empfehle auch hier wärmstens die mobile Website genauso zu tracken wie jede andere und die Infos richtig auszuwerten, das hilft sehr beim Optimieren für mobile SEO.

Es gibt zwar noch keine konkrete Studie dazu, aber ich behaupte, eine mobile-optimierte Website bringt den User schneller ans Ziel und kann dem Anbieter mehr Kunden bringen. Ich werde mich in Zukunft mehr mit diesem Bereich beschäftigen und euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Wie ist eure Meinung dazu? Macht es Sinn eine Website für mobile Endgeräte zu optimieren oder ist das durch die Zoommöglichkeiten von iPhone & Co. nicht relevant?

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Oder hinterlasse mir einen Blogkommentar:

  1. #1 von djmaki am 23. Februar 2011 - 17:13

    Mir sind hier die Apps ein Dorn im Auge.

    App an – was ist in meiner Nähe, da gehe ich hin.Fertig.
    Besonders weil du hier Restaurants ansprichst, dafür gibt es Apps, in denen gesucht wird bzw. die dir automatisch Lokalitäten in deiner Umgebung zeigen.
    Auf google gehen da die wenigsten hin.

  2. #2 von Kathrin am 23. Februar 2011 - 17:32

    Ja, das stimmt. Guter Gedanke, hab ich gar nicht dran gedacht. Mit AroundMe oder Qype zum Beispiel brauch ich Google nicht unbedingt.

    Ich hatte vor 2,5 Jahren mal für wenige Monate ein HTC und da gab es kaum gute Apps. Da ich sonst immer ein iPhone hatte, weiß ich nicht wie das bei anderen Smartphones heute ist. Gibt es diese oder ähnliche Apps da auch?

  3. #3 von Christoph am 23. Februar 2011 - 17:44

    Guter Artikel, vielen Dank. Mich nervt es schon recht oft, wenn eine Seite nicht für mobile Endgeräte optimiert ist. Normale Seiten sind meist auch für performantere Rechner und Verbindungen gemacht, unterwegs lädt sich mein Android an denen dann einen Wolf. Zumindest große Angebote wie Tageszeitungen sollten eine Mobil-Version anbieten, zumal es da wahrscheinlich mit Hilfe des CMS gar nicht so schwer sein dürfte. Und da gibt’s echt noch viele “ohne”…

    Google Places find ich top, nutze ich relativ oft!

  4. #4 von Kathrin am 23. Februar 2011 - 18:02

    Hi Christoph,

    ja, die Google Places-App nutz ich auch öfter. Ich weiß gar nicht genau, welche CMS keine mobile Version anbieten. Guter Punkt, werde ich mal rausfinden.

  5. #5 von Silke am 24. Februar 2011 - 11:32

    Hallo.

    Interessante Gedankenansätze, habe ich so noch gar nicht gesehen. Ich finde für mobile optimierte Webseiten auch besser, wenn ich mit dem Smartphone surfe.

    Wenn ich mit meinem iPad ins Netz gehe, was ja auch ein mobiles Endgerät ist, will ich surfen und das auf einer richtigen Webseite.

    Ich kenn mich mit Mobile SEO nicht so gut aus. Wenn es geht, dass man die mobile Website nur für Handys ausliefert und für andere wie das iPad oder WePad etc. die Standardwebseite anzeigt, wäre es optimal.

    Ich nutze Google Places auch oft, dafür zu optimieren halte ich auch jeden Fall für wichtig.

    Viele Grüße aus Köln!

(wird nicht veröffentlicht)