SEO Strategie 2011 – Tipps von Matt Cutts

Heute habe ich im Youtube-Channel der Google Webmaster ein Video mit Matt Cutts gesehen, in dem er von einem Inhouse SEO gefragt wird, welche Punkte auf jeden Fall Teil seiner SEO Strategie 2011 sein würden. Das waren seine Punkte:

1. Ladezeit einer Website

Als erstes nannte er die Website-Geschwindigkeit. Dass Google hier immer mehr Wert drauf legt, wissen wir ja bereits und Matt hat das auch nochmal bestätigt. Eine Website sollte schnell laden. Das ist nicht nur Google wichtig, sondern auch den Usern. Wenn ich eine Website besuche, warte ich max. 3 Sekunden. Wenn diese dann nicht geladen ist, bin ich weg. Gerade bei Online-Shops aber natürlich auch bei allen anderen Seiten ist die Ladegeschwindigkeit (Site Speed) einfach wichtig. Vor allem auch, wenn man auf der Seite selbst surft. Webseiten, die hier ewig laden müssen, sind nicht so komfortabel und wenig benutzerfreundlich.

Um die Website-Leistung der eigenen Seite zu verbessern, gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist hier, dass kein unnötiges Zeug geladen wird wie z. B. zu große Bilder. Bilder SEO ist nicht nur für die Google Bildersuche wichtig, sondern auch für die Ladegeschwindigkeit einer Website. Ich hatte vor ein paar Monaten mal einen Artikel darüber geschrieben wie man Bilder optimiert: Suchmaschinenoptimierung für Bilder.

Gut es ist auch, den HTML-Code schlank zu halten. Damit meine ich, z. B. den Style in die CSS-Datei auszulagern. Auch das ist nichts neues, wird jedoch immer noch oft vergessen und Styleangaben in den Quellcode geschrieben. Aber auch andere Scripte können dorthin verlagert werden. JavaScript, große Flashdateien, Rich-Media wie Videos o. ä. verlangsamen die Ladezeit einer Website ebenfalls. Deshalb sollte man auch hier schauen, dass die Datein nicht zu groß sind.

2. Content Management Systeme

Ein weiterer wichtiger Punkt von Matt ist das Thema Content Management System (CMS). Hier gibt es ja so einige da draußen. Manche sind ganz gut auf SEO ausgerichtet, andere leider kaum oder gar nicht. Gerade die URLs bestehen hier oft aus vielen Zeichen und Parametern. Mit mod_rewrite kann man das zum Beispiel beheben. Einige CMS haben auch AddOns oder Plugins, die die URL der Seiten als Speaking URL darstellen. Auch mit dem Canonical Tag kann man einiges machen. Je nach CMS kann man auch selbst eine Seitenstruktur erstellen. Wer darüber nachdenkt, sich eines anzuschaffen, sollte vorher genau schauen, inwieweit man hier seo-technisch Eingriff hat. Das spart einem bei der Suchmaschinenoptimierung viel Zeit und Nerven ;-)

3. Interne Verlinkung

Als drittes wurde die interne Verlinkung angesprochen. Davon halte ich auch viel. Es ist sehr wichtig, die eigenen Seiten untereinander gut und auch mit Keywords zu verlinken. Natürlich sollte dies nicht spammy wirken und der Content drum herum auch zum Link passen. Wild die eignen Seiten mit möglichst vielen Keywords zu verlinken ist der falsche Weg. Ich kann immer wieder nur darauf hinweisen, wie wichtig eine gute Keywordstrategie ist – sowohl OnSite als auch OffSite.

Es kommt beim internen Verlinken aber auch auf die Ebene der einzelnen Seite an. Je höher diese liegt, um so mehr Relevanz wird ihr zugesprochen. Hier würde ich auch nicht jeden Link mit dofollow setzen. Ein interner Link, beispielsweise zum Impressum, kann auch ruhig nofollow sein.

4. Social Media

Zum Schluss hat Matt noch Social Media erwähnt. Dies gehört bei der Mehrheit von uns mittlerweile zum alltäglichen Leben. Ich würde immer empfehlen, eine Facebook-Seite für das eigene Unternehmen oder das Produkt zu erstellen und, wenn es passt, einen Twitter-Account. Auch Nachrichtendienste wie Yigg sind nicht so schlecht. Warum? All diese Channels ermöglichen es, Links zur Website zu setzen, Inhalte zu teilen und zu verbreiten, sowie mit der Zielgruppe direkt zu kommunizieren. Social Media Marketing muss aber auch regelmäßig gepflegt werden. Eine Facebook-Seite oder ein Twitter-Account, der schon seit Monaten keinen neuen Input mehr liefert, gerät zum einen in Vergessenheit und zum anderen schaut es dann so aus, als ob sich da keiner mehr drum kümmert. Klar, bei großen Brands oder beliebten Produkten ist das vielleicht ein bisschen anders. Dennoch sollte man darauf achten, regelmäßig mit seiner Zielgruppe zu kommunizieren. Auch Webverzeichnisse sind nicht so schlecht. Gelbe Seiten, 11880 uvm. bieten meist kostenlos eine gute Möglichkeit das eigene Unternehmen zu präsentieren. Gerade für lokales SEO macht das durchaus Sinn.

Fazit: All dies sind nur viele kleine Schrauben und einige von vielen Rankingfaktoren. Größere Bedeutung dieser vier Punkte würde ich auf jeden Fall dem Site Speed geben. Wie dieser bei euch ausschaut, seht ihr in eurem Google Account unter „Webmaster Tools“ und darin bei Google Labs/Website-Leistung. Aber auch die interne Verlinkung finde ich wichtig. Was externe Backlinks angeht, hat man ja nicht immer so viel Einfluss, aber alles was OnSite passiert, liegt immer in der eigenen Hand.

Hier findet ihr das Video zum Thema SEO Strategie 2011 mit Matts Antworten: What would you include in your 2011 seo strategy?

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Oder hinterlasse mir einen Blogkommentar:

  1. #1 von Hanno Goffin am 27. Juni 2011 - 12:44

    Gute, präzise und schlanke Zusammenfassung: Was ist wirklich wichtig im Marketing der eigenen Webseite.

  2. #2 von Kathrin am 27. Juni 2011 - 13:17

    Hi Hanno,

    vielen Dank.

    Weitere Tipps gibt’s auch hier: http://www.kathrinsiemokat.de/blog/?p=1158

  3. #3 von Torsten Prix am 11. März 2015 - 23:55

    Auch Youtube wird für SEO immer und immer wichtiger

(wird nicht veröffentlicht)